Olympenbräu

Privatbrauerei der Burschenschaft Olympia

Derzeit laufende Brauansätze !

 

Ansatz 1: „Düsseldorfer Alt (obergärig; gebraut: 27.10.2019): Das „Düsseldorfer Alt“ war seinerzeit mein erster Versuch von den Brau-Kits wegzukommen und erstmals ein „echtes“ Bier von Grund auf selbst zu brauen. Da es sich stets um mein erklärtes Lieblingsbier handelte (eigentlich ein dunkeles Ale, nicht süß sondern eher ziemlich hopfig und bitter) und ich es unbedingt dem Original nachmachen wollte, kam ich so zum eigentlichen Bierbrauen. Na,ja, daß dieser erste Versuch damals nicht so richtig klappte, sieht man am entsprechenden Eintrag unter „Bieraktivität“:  Ansatz 8: „Düsseldorfer Alt“/ 03.11.2016 / S.186 (10 Liter / og / 2-stufig Infusion):  Erstes Brauen mit gekauften Utensilien (Gärbehälter, Läuterbottich…); Endprodukt: na ja! Wenig Schaum. Zu malzig. Zu süß. (Note 3-4). Mittlerweile etwas geübter, versuche ich nunmehr mit diesem Ansatz meinem „Ideal“ doch etwas näher zu kommen als damals. Als Vorlage diente auch hier das Rezept von „Bier selbst gebraut“ (Klaus Kling, S.186)

Schüttung: 2,8kg Münchner Malz, 1,6kg Wiener Malz, 30g CARA Farbmalz, 200g CARA Hell (zwecks Schaumstabilität und Vollmundigkeit);  2-stufig-Infusion: Einmaischen 30Min/40°C, Brauvorgang: 30Min/50°C // 70Min/66°C// Abmaischen 76°C // Sudkochen 90Min (!!); Bitterhopfung: 25g „ADMIRAL“ (14,2%) in 1 Gabe zu Kochbeginn – eine reichliche Aromahopfung soll noch übers „Stopfen“ folgen….; Stammwürze: 12,0°P; Hefe: NOTTINGHAM  (Ale Yeast) ; Gärtemperatur: ca. 15-18°C; Stopfung: 70g EAST KENT GOLDING am 2.Tag der Gärung (Hochkräuse).

Na schaun ma mal…….

Ansatz 2: „Irish Stout Guinnes-Typ (obergärig; gebraut: 27.10.2019): Im Kling-Rezept (S.207) besteht die Schüttung aus PILSNER-Malz , Haferflocken und Farbmalz. Die letzen „Guinness“ hab ich alle mit „Pale Malt“ gebraut und war sehr zufrieden: Also auch diesmal so. Die Haferflocken verursachten bei einigen meiner Ansätze immer wieder unvorhersehbares „Gushing“. Also verwende ich statt dessen diesmal „CARA-hell“ zwecks Schaumstabilität und Vollmundigkeit. Satt des „Chocolate-Malt“ vom letzten Mal verwende ich diesmal „CARA Farbmalz“ um das Stout etwas trockener zu machen und die Vollmundigkeit durchs „CARA-hell“ etwas zu kompensieren. Na,ja! Mal schaun! Man braut ja auch schließlich selbst um zu experimentieren und um zu variieren. Oder?

Schüttung: 3,15kg „Pale Malt“, 1kg „CARA hell“, 400g CARA Farbmalz,;  1-stufig-Infusion: Einmaischen 20Min/40°C, Brauvorgang: 90Min/66°C // Abmaischen 76°C // Sudkochen 90Min (!!); Bitterhopfung:11g „ADMIRAL“ (14,2%) in 1 Gabe zu Kochbeginn; Stammwürze: 12,2°P; Hefe: NOTTINGHAM  (Ale Yeast) ; Gärtemperatur: ca. 15-18°C; Stopfung: 70g EAST KENT GOLDING am 2.Tag der Gärung (Hochkräuse).

Ansatz 3: „Pilsner nach Urquell Art (untergärig; geschlaucht: 19.10.2019): Geplant ist ein helles-bitteres-hopfiges Pilsner, so wie ich es Anfang September (Schlauchung 6.9.) bereits gebraut hatte, aber um eine Spur stärker als jenes „Sommerbier“. Das 20-Liter-Rezept stammt aus „Bier selbst gebraut“ (Klaus Kling, S.181). Der Ansatz vom September war soooo ausgezeichnet und hat meiner Vorstellung derart entsprochen, daß ich nicht einmal zum Etikettieren gekommen bin. Reifungsprozess hin, Reifungsprozess her: Mittlerweile sind ohnehin nur mehr ein paar Flaschen übrig……

Schüttung: 4,5kg Pilsner Malz, 210g Caramalz hell; 3-stufig-Infusion; Einmaischen 20Min/50°C, Brauvorgang: 20Min/60°C // 30Min/65°C // 20Min/70°C // Abmaischen 76°C // Sudkochen 150Min (!!); Bitterhopfung: 34g „PERLE“ (8,9%) zu Kochbeginn; Stammwürze: 11,5°P; Hefe: SAFLAFER 34/70 (rosa Packerl); Gärtemperatur: ca. 10-15°C; Aromahopfung (2.Gärtag): 50g „HALLERTAU MITTELFRÜH“ (3,7%); Schlauchung: bei 2,2°P (Bügelflaschen, Speise-Zugabe). Sicherheitshalber habe ich die 2 Kisten (zwecks Reifung) vor mir/uns versteckt und die Flaschen diesmal gleich etikettiert…….

10 Tage danach: Bier süffig, trocken, stark hopfig im Antrunk, bitter im Abgang! Also genau so, wie geplant. CO2 ist zwar ausreichend vorhanden, die Schaumstabilität lässt aber noch sehr zu wünschen übrig ( der Schaum ist noch eher großporig. Feinporiger, stabiler Schaum stellt sich erfahrungsgemäß erst nach 3-4 Wochen Lagerung ein und ist nach ca. 6 Wochen perfekt!)

 

Ansatz 4: “ Koriander-Orangen Pils“ (untergärig; geschlaucht 19.10.2019): Ebenfalls Anfang September machte ich 20l „Koriander-Orangen Pils“ als fruchtiges, leicht-süffiges, nicht zu bitteres Sommerbier, mit ca.4,5% Alkoholgehalt. Wie beim „Urquell“ war auch dieser Ansatz in kürzester Zeit unetikettiert weg und bedarf nunmehr einer raschen Kopie. Als Basis diente damals wie heute ein „Pilsner Urquell“ mit etwas mehr EBU (20l analog Ansatz 1), das im Gärungsprozess am 2.Tag zum Aromahopfen „Hallertau Mittelfrüh“ noch kräftig mit Koriander und Orangenschalen gestopft wurde (10g Samenkörner zestoßen, Schalen von 5 Bio-Orangen geschabt). Auch diesen Ansatz hab ich nach dem Schlauchen zur Reifung „in Sicherheit gebracht“ und gleich etikettiert…..

10 Tage danach: Das Bier hat hellgoldene Farbe. Geschmack wie gewünscht herrlich „orangenfruchtig“, gemeinsam mit deutlicher Hopfenmarke im Antrunk. Das „Bittere“ wurde durch den Koriander deutlich abgemildert und stört somit nicht zu sehr die obigen Antrunk-Noten. Wie beim „Urquell“ hat sich auch hier der Schaum noch nicht wirklich perfekt ausgebildet. Aber nach einigen Wochen wirds  DAS perfekte „Sommerbier“! Nur leider ist der Sommer dann schon ziemlich vorbei……


 

 


 

 

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